Das Gemüselexikon

Die liebste Aufgabe der Kusinusis ist es, sich gemeinsam um die unterschiedlichsten Gemüsesorten zu kümmern – und zum Glück gibt es jede Menge Gemüsesorten, die sie pflegen und großziehen können!

 

Im Gemüselexikon könnt ihr euch genauer ansehen, woher die Gemüsesorten ursprünglich stammen, wie man sie noch nennt, wie sie schmecken und was sie so gesund macht.

 

Ihr wollt eine weitere Gemüsesorten im Gemüselexikon sehen? Dann nutzt einfach das Formular am Ende dieser Webseite oder schreibt uns eine E-Mail – wir holen uns dann neue Infos von den Kusinusis zum jeweiligen Gemüse und ergänzen das Gemüselexikon.


Die Pastinake

Illustration von zwei Pastinaken wie im Kinderbuch Die Kusinusis im Gemüsebeet
Die Pastinake

Weitere Namen

Die Pastinake hat viele weitere Namen wie Pastinak, Pestnacke, Hammelmöhre, Hirschmöhre und Moorwurzel.

 

Heimat

Sie gehört zur Familie der Doldenblüter und stammt ursprünglich aus Süd- und Mitteleuropa. Insbesondere im Römischen Reich zählte die Pastinake zu den beliebtesten Gemüsesorten.

 

Anbau und Ernte

Ihr könnt Pastinaken schön im März oder April aussäen. Das cremefarbene Gemüse stellt keine besonders hohen Ansprüche: Es möchte bloß in aufgelockerter Erde gesät und feucht gehalten werden. Ab Ende September, lieber aber nach dem ersten Frost, weil sie erst danach so schön süß schmecken, können sie geerntet werden. Da Pastinaken frosthart sind, können sie den Winter über sogar im Gemüsebeet bleiben.

 

Lagerung

Ähnlich wie Spargel bleiben Pastinaken länger frisch, wenn sie unverpackt und ungewaschen in ein leicht feuchtes Tuch eingewickelt und im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden – kühl und dunkel lautet also die Devise.

 

Was Pastinaken so gesund macht

Pastinaken enthalten viel Vitamin C und mehrere B-Vitamine – deshalb sind sie so gut für die Abwehrkräfte. Außerdem stecken Folsäure, Kalium, Kalzium, Magnesium, pflanzliche Proteine und Zink in ihnen.

 

Geschmack

Pastinaken schmecken süßlich und nussig. Und weil sie so bekömmlich und gesund sind, können sie auch gut als Beikost für die Kleinsten genutzt werden.

 

Gerichte

Wo soll man anfangen?¿ Aus Pastinaken könnt ihr leckere Eintöpfe, Suppen und Pürees kochen. Aber auch als Gemüsebeilage oder in Salaten kommt ihr süßliches Aroma wunderbar zur Geltung. Unser Tipp: Zusammen mit Schokolade und Mandeln einen Kuchen oder Muffins backen – unbedingt ausprobieren!


Das Radieschen

Illustration von Radieschen in einem Koffer wie im Kinderbuch Die Kusinusis im Gemüsebeet
Das Radieschen

Weitere Namen

Ihr könnt Radieschen auch Radies, Monatsrettich und Monatsräte nennen.

 

Heimat

Wahrscheinlich gab es Radieschen schon vor hunderten von Jahren in China und Japan. Bei uns kennt man sie aber erst seit dem 16. Jahrhundert – dank der Franzosen: Sie machten die Radieschen in Europa bekannt.

 

Anbau und Ernte

Ihr könnt Radieschen von März bis September ganz einfach selbst auf eurem Balkon oder in eurem Garten anpflanzen. Vier bis sechs Wochen später sind die kleinen Knollen schon bereit für die Ernte.

 

Lagerung

Am besten schneidet ihr die grünen Blätter der Radieschen ab, damit sie länger frisch bleiben. Genau wie die Pastinaken solltet ihr die Radieschen dann in ein leicht feuchtes Tuch einwickeln und ins Gemüsefach eures Kühlschranks legen.

 

Was Radieschen so gesund macht

Radieschen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und enthalten die wichtigen Mineralstoffe Eisen, Kalium, Kalzium und Phosphor. Zusätzlich stecken die Vitamine A, B1, B2 und C in den knalligen Knollen. Ganz besonders an ihnen sind aber ihre Senföle: Sie sind sehr, sehr gesund für Magen und Darm.

 

Geschmack

Die Senföle sorgen auch dafür, dass die Radieschen leicht scharf schmecken. Radieschen aus dem Gewächshaus schmecken übrigens nicht so scharf wie Radieschen, die im Freien angebaut wurden.

 

Gerichte

Ihr solltet Radieschen unbedingt als dünne Scheibchen und mit etwas Salz und Pfeffer auf eurem Butterbrot probieren. Aber auch in einem Salat oder einem Dip schmecken sie toll.


Die Süßkartoffel

Illustration von vier Süßkartoffeln auf einem runden Holzbrett
Die Süßkartoffel

Weitere Namen

Camote, Knollenwinde, Weiße Kartoffel, Patatas und Batate – das sind doch mal wirklich unterschiedliche Namen! Vermutlich hat die Süßkartoffel ihren Namen wegen ihrer Ähnlichkeit zur Kartoffel bekommen, dabei sind die Beiden nur entfernt miteinander verwandt.

 

Heimat

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Süßkartoffel aus Mittel- und Südamerika stammt. Der berühmte Entdecker Christoph Kolumbus brachte die unglaublich gesunde Knolle von einer seiner Entdeckungsreisen Ende des 15. Jahrhunderts mit nach Europa.

 

Anbau und Ernte

Süßkartoffeln mögen es gern warm. Neben Mittel- und Südamerika wachsen sie auch in Portugal, Spanien und Italien, aber auch in Afrika und China. Dank des Klimas wachsen sie in diesen Länder fast das ganze Jahr über.

 

Aber – in einem Beet, einem Blumenkasten, in einem Hochbeet oder in einem Gewächshaus könnt ihr mit ein bisschen Übung auch Zuhause Süßkartoffeln anbauen. Dann solltet ihr sie ab Mitte Mai pflanzen und ab September ernten. Zahlreiche Tipps zum Anbau findet ihr in diesen Videos.

 

Lagerung

Bloß nicht im Kühlschrank! Auch hier unterscheiden sich Süßkartoffeln von Kartoffeln, denn sie können leider nicht so lange gelagert werden. Am besten wickelt ihr sie einzeln in Zeitung ein und lagert sie an einem nicht zu kühlen, dunklen Ort.

 

Was Süßkartoffeln so gesund macht

Einfach alles – wirklich wahr! Denn Süßkartoffeln enthalten viel Kalium, Zink, Kalzium, Mangan, Kupfer und Eisen. Zusätzlich die Vitamine A, B2, B6, E und H (Biotin) sowie große Mengen Betacarotin.

 

Zwei Dinge müssen aber ganz besonders hervorgehoben werden: Zum einen steckt Caiapo in ihrer Schale. Ein Stoff, der die Cholesterinwerte und den Nüchternblutzuckerspiegel senken kann. Zum anderen enthalten sie viel natürliche Folsäure (Folat) – diese ist sehr wichtig für die gesunde Entwicklung von Embryonalgewebe und Embryozellen.

 

Geschmack

Der Name ist Program: Süßkartoffeln schmecken leicht süßlich und erinnern ein bisschen an Kürbis.

 

Gerichte

Hier liegt vielleicht die einzige große Ähnlichkeit zur Kartoffel: Ihr könnt fast alle Kartoffelgerichte auch mit der Süßkartoffel zubereiten. Pommes, Auflauf, Gratin, Suppe, Rösti, Ofenkartoffel – euch sind keine Grenzen gesetzt. Außerdem passen Süßkartoffeln auch gut ins Curry oder in den Kuchen.


Der Mangold

Illustration mehrerer bunter Mangoldblätter wie im Kinderbuch Die Kusinusis im Gemüsebeet
Der Mangold

Weitere Namen

Es gibt zwei Formen von Mangold: den Stielmangold und den Blattmangold. Stielmangold wird auch als Krautstiel bezeichnet, besonders in der Schweiz. Blattmangold hingegen könnte euch auch unter den Namen Beißkohl oder Römischer Kohl begegnen.

 

Heimat

Mangold stammt vermutlich aus Vorderasien und aus Gebieten rund um den östlichen Mittelmeerraum.

 

Anbau und Ernte

Ihr könnt Mangold ganz leicht selbst anbauen. Gesät wird zwischen April und Juni. Ihr solltet daran denken, dass die Pflanzen ziemlich groß werden – deshalb sollte es schon ein Beet oder Hochbeet sein. Die Ernte des farbenfrohen Gemüses startet normalerweise ab Mitte Juni, wenn die Blätter circa 30 cm lang sind. Ende der Erntezeit ist im September.

 

Beim Mangold handelt es sich um eine zweijährige Kulturpflanze, die jedoch bereits im ersten Jahr geerntet werden kann. Im zweiten Jahr bildet das Gemüse Blüten und neues Saatgut – daraus könnt ihr dann also neue Pflanzen ziehen.

 

Lagerung

Mangold hat keine Lust rumzuliegen. Ihr solltet ihn am besten immer umgehend zubereiten. In ein feuchtes Tuch eingewickelt hält sich Mangold maximal zwei Tage im Gemüsefach eures Kühlschranks. Ansonsten könnt ihr ihn auch einfrieren. Dafür müsst ihr den Mangold waschen, putzen und nur eine Minute blanchieren – ihn also in kochendes Wasser geben. Danach direkt in Eiswasser »abschrecken«, vorsichtig abtrocknen und in Gefrierbeuteln ins Eisfach oder die Tiefkühltruhe legen.

 

Was Mangold so gesund macht

Mangold enthält neben Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor reichlich Vitamin A und vor allem sehr viel Vitamin K – dieses Vitamin ist enorm wichtig für die Blutgerinnung und Knochenbildung.

 

HINWEIS: Genau wie in Spinat, Rhabarber und vielen anderen Gemüsesorten ist auch in Mangold Oxalsäure, eine natürliche Fruchtsäure, enthalten. Durch das Blanchieren verringert sich der Oxalsäureanteil jedoch stark – es gibt also nichts zu befürchten. Am besten haltet ihr Mangold trotzdem nicht lange warm und genießt ihn immer frisch. Menschen mit Nierenproblemen oder Nierensteinen sollten lieber gar keinen Mangold essen.

 

Geschmack

Der Geschmack erinnert ein wenig an Spinat, ist aber etwas kräftiger und auch herber.

 

Gerichte

Mangold kann toll gedünstet und als Beilage genutzt werden. Aber auch Mangoldpäckchen mit Schafskäse, eine Quiche, zusammen mit Gnocchi oder zu Spaghetti – das bunte Gemüse lässt sich vielfältig verarbeiten und kann eigentlich wie Blattspinat verwendet werden.


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